AI-Transformation für B2B-PR

Wie wir getpress helfen, die „PR company of the future“ zu werden

In elf Monaten von der AI-First-Entscheidung zu Orbit: einem Operating System, in dem das Agentensystem Nellie die Routinearbeit der PR übernimmt und 50 Menschen sich auf das konzentrieren, wofür Kunden sie buchen: exzellente PR.

Branche
B2B Public Relations
Region
DACH (Sitz Berlin)
Größe
50-60 Mitarbeitende
Zeitraum
September 2025 bis August 2026
Gebaut
Orbit, das Betriebssystem der Agentur, mit dem Agentensystem Nellie darin
Rolle
Partner für die AI-Transformation: erster Prozess, System, Übergabe an das eigene Team
Maximilian Ziche und eine Kollegin im getpress-Büro, an einen Werkbank-Tisch gelehnt.

„Ich wusste: Da passiert gerade etwas Großes. Wenn ich jetzt nicht handle, bin ich in zwei Jahren zu spät.“

Maximilian Ziche, Gründer getpress
Menschen arbeiten heute in Orbit
50
der PR-Routine übernimmt oder verstärkt das System
70–80 %
entwickelt getpress Orbit mit eigenem AI-Team weiter
seit Juli

Ausgangslage

Das Wissen lag in Köpfen. Und es fehlte ein Tech-Team.

getpress ist eine der führenden PR Agenturen für Scale Ups, Mittelständer und Konzerne im DACH Raum. Rund 50 Mitarbeitende, acht Jahre am Markt, Kund:innen von Startup bis Enterprise. Der Anspruch: exzellente PR, die wichtigen Geschichten bei den richtigen Journalist:innen.

2025 war das Jahr der Agents, und auf einmal konnte KI qualitativ hochwertige Texte schreiben, Recherchen erstellen, Media-Analysen fahren: genau die Arbeit, die klassischerweise in PR-Agenturen anfällt. Max Ziche, Gründer von getpress, hat das früh erkannt.

Sein Instinkt war eine Geschäftsmodell-Entscheidung, keine Tool-Frage: "AI First". Die Frage dahinter war nie, die eigenen Mitarbeitenden zu ersetzen, sondern: Wie machen unsere besten PR-Leute die beste PR ihres Lebens, wenn ein System ihnen alles abnimmt, was sie davon abhält?

Zwei Dinge standen dem im Weg.

Das Wissen lag in Köpfen und verstreuten Tools. Kontakte im CRM, Pressemitteilungen in Kundenordnern, Templates und Frameworks irgendwo daneben.

Und es fehlte ein Tech-Team.

Max hat im Auswahlprozess mit mehreren Anbietern gesprochen und allen dieselbe Frage gestellt.

„Hey, was ist eigentlich eure Prediction für die nächsten Jahre? Ich habe versucht zu antizipieren, nicht was ist nächsten Monat möglich, sondern was ist in 12, in 24, in 36 Monaten möglich? Und da habe ich bei euch ein Match gesehen, weil ich das Gefühl habe, ihr denkt wahnsinnig weit voraus.“

Maximilian Ziche

Maximilian Ziche Gründer getpress

Der Weg

Der Weg vom Prozess bis zum System

  1. 01 Herbst 2025

    Ein Prozess als Beweis

    Wir haben nicht mit der Plattform angefangen, sondern mit einem einzigen Prozess. Bewusst einem, in dem keine sensiblen Daten liegen und bei dem der Hebel sofort sichtbar wird: die Lead-Recherche im Vertrieb.

    Vorher hat das Team täglich von Hand News durchsucht. Jetzt überwacht ein System rund 5.000 relevante Firmen im deutschsprachigen Raum auf PR-Bedarfssignale, reichert die Firmendaten mit Informationen aus öffentlichen Quellen automatisch an.

    • Rund 5.000 Target-Firmen unter Beobachtung
    • Stündlich statt einmal täglich: Signale erreichen das Team nahezu in Echtzeit
    • 90 % automatische Vorfilterung irrelevanter Unternehmen
    • 70 % weniger Rechercheaufwand für die Signal-Identifikation

    Der eigentliche Wert lag woanders. Dieser eine Prozess hat beiden Seiten gezeigt, was möglich ist, und damit die eigentliche Frage aufgeworfen:

    „Im Laufe dieses Projekts ist dann aufgefallen: oh, warte mal, das Potenzial für unser Kerngeschäft ist eigentlich unfassbar groß.“

  2. 02

    Orbit und Nellie, das System hinter der neuen Wertschöpfung

    Orbit ist das Betriebssystem von getpress: die Oberfläche, in der das Team täglich arbeitet, in der die Daten der Agentur zusammenlaufen und in der die Arbeit sichtbar wird. Nellie ist das Agentensystem dahinter, das die Arbeit macht.

    Warum ein eigenes System statt einem weiteren Tool

    Zu Beginn verfolgten wir den Ansatz, das bestehende System umzubauen und zu erweitern. Wir haben versucht, die KI-Prozesse in die Tools zu bauen, die getpress schon nutzte, damit das Team in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann. Die Idee dahinter war richtig: Technologie soll zu den Menschen kommen, nicht umgekehrt.

    Dieser Weg endete allerdings in einer Kaskade von Workarounds. Die Frage, aus der Orbit entstanden ist, war deshalb eine andere: Wie schaffen wir ein digitales Zuhause für getpress, das die Arbeit des Teams einmal spiegelt und in dem alle getpressis arbeiten? Daten an einem Ort statt über Tools verstreut, und damit überhaupt erst die Grundlage dafür, dass ein AI-System das lernen kann.

    Das Schwierigste war nicht die Technik

    Es war die Übersetzung von gemachten Erfahrungen in feste Kriterien, die ein System bewerten kann.

    „Dieses Bauchgefühl, was eine gute PRlerin von nur mittelmäßig guten unterscheidet, das ist ja nicht God-given, sondern was da passiert ist: unterschiedliche Datenpunkte, Patterns zusammenbringen, um am Ende sagen zu können: diese Story Hook, die wir spielen wollen, ist gerade jetzt für diese Journalistin, die fürs Handelsblatt schreibt, relevant. Dieses Bauchgefühl zu entschlüsseln und zu technologisieren, das hat einmal klick gemacht in meinem Kopf.“

    Acht Jahre PR-Intuition, seziert und in benennbare Kriterien übersetzt. Das ist die Grundlage, auf der ein AI Operating System PR-Arbeit überhaupt bewerten kann.

    Wie Nellie arbeitet

    Nellie ist keine einzelne KI, sondern eine Kette spezialisierter Orchestratoren, die in fünf Stufen aufeinander aufbauen: Research, Angle, Editorial, Pitch, menschliche Freigabe. Für jede Stufe das Modell, das sie am besten kann. Damit ist die Grundlage gelegt, auf der sich einzelne Stufen weiterentwickeln oder austauschen lassen, ohne das Ganze neu zu bauen.

    Und die wichtigste Designentscheidung: Bei jedem KI-Output ist ein Mensch in den Loop eingebaut. Fünf-Punkte-Bewertung, Kommentar, bei Bedarf korrigierte Fassung. Diese Reviews werden protokolliert und machen das System mit jeder Nutzung besser. Nellie ist bewusst kontrolliert, nicht vollautonom.

    Daraus entsteht der Teil, der nicht kopierbar ist. getpress hat Jahre an dokumentierten Ergebnissen: welche Artikel gut angekommen sind, welche Beziehungen getragen haben, was nicht funktioniert hat. Damit lässt sich ein PR-Prozess erstmals nicht nur ausführen, sondern bewerten. Orbit macht den PR-Prozess testbar, und damit lernfähig.

    Was heute in Produktion läuft

    Orbit ist nicht ein Tool neben den anderen, sondern der Ort, an dem gearbeitet wird: Die gesamte Company ist umgezogen, alle getpressis arbeiten heute in Orbit.

    • rund 50 aktive Kundenaccounts in Orbit
    • schon kurz nach Launch rund 10 % Effizienzgewinn beobachtet
    • jeder KI-Lauf protokolliert: Modelle, Dauer, Tools, Begründung, Kosten
    Zwei Personen im Gespräch auf einem blauen Sofa, ein Laptop aufgeklappt auf dem Schoß.
  3. 03 ab Juli 2026

    getpress übernimmt

    Damit die neue Wertschöpfung wirklich getpress gehört, hat das Unternehmen parallel die eigene Organisation ausgebaut: eine AI Operations Lead, eine Product Ownerin mit klaren KPIs, ein eigenes Entwicklungsteam. Seit Juli 2026 entwickelt getpress Orbit selbst weiter. Genau das war vom ersten Tag der Plan: bauen, betreiben, übergeben.

    „Wir haben als Firma die Entscheidung getroffen, viele 100.000 Euro zu investieren. Ihr habt uns dabei geholfen, jetzt auch ein eigenes AI-Team aufzubauen. Das heißt, wir konnten die Technologie jetzt auch zu uns ziehen, haben Head of AI, haben Developer und so weiter. Wir sind voll on track und es macht richtig viel Spaß - und wir werden richtig zur Tech Company.“

    Von der Entscheidung bis zum zukunftsfähigen System im Alltag: elf Monate.

Das Ergebnis

Die Routine läuft im System, die Menschen machen PR

Menschen arbeiten heute in Orbit
50
der PR-Routine übernimmt oder verstärkt das System
70–80 %
entwickelt getpress Orbit mit eigenem AI-Team weiter
seit Juli

Die Routine läuft im System. Die Menschen stecken ihre Zeit in das, wofür Kunden getpress buchen. Max zieht die Grenze selbst:

„In der Zusammenarbeit mit euch ist es wahrscheinlich so, dass 70, 80 Prozent aller Dinge, die wir in der PR tun, entweder automatisierbar sind durch KI, wenn noch nicht jetzt, dann morgen, oder massiv enhanced werden können. Und was bleiben, sind 20, 30 Prozent Human Dinge, die wirklich richtig wertvollen Dinge: die besonders gute Idee, der enge Kontakt zu Journalistinnen, Strategieberatung auf Top-Level, oder wie verhält man sich in einem Krisenfall.“

Und die Branche schaut hin. getpress erzählt die eigene AI-First-Geschichte inzwischen öffentlich selbst, als eines der ersten Beispiele dafür, wie eine PR-Company ihre Wertschöpfung mit AI neu baut. Max nennt sein Unternehmen dabei nicht mehr Agentur, sondern fragt: wie kann eine PR-Company der Zukunft aussehen?

Wie wir vorgegangen sind

Drei Prinzipien, die wir in jedem Projekt anwenden.

  1. Erst ein Prozess, dann das System.

    Nicht der wichtigste Prozess zuerst, sondern der mit dem geringsten Berechtigungs-Overhead und der besten Zeigbarkeit. Er beweist, was möglich ist, und er bringt eine Organisation ins Doing. Danach kommen die Ideen von selbst.

  2. Das System, nicht das Feature.

    Ein Betriebssystem ist mehr als Automatisierung: eine Oberfläche, in der Menschen arbeiten, das Wissen des Unternehmens an einem Ort, Agenten, die daraus schöpfen, und eine Lernschleife, die aus jeder Korrektur besser wird. Was bleibt, gehört dem Unternehmen, unabhängig davon, welches KI-Modell morgen das beste ist.

  3. Bauen, betreiben, übergeben.

    Von Tag eins war das Ziel, dass getpress das System selbst weiterentwickelt. Ein eigenes AI-Team aufzubauen war Teil des Projekts, nicht ein Nachgedanke.

Unternehmen, die mit uns bauen

getpressSCALARAHeimstadenIntersportcongstarVivawestexperialupmincertflowinfraleagueArminius GroupTH KölnRemote VerlagCFOxtAlte Serien DruckICFFord VersicherungsvermittlungThe Feminine Careunlock

einordnen

Du willst wissen, wo dein Unternehmen steht?

Der AI-Readiness-Check zeigt dir, wo dein größter Hebel liegt.